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# Dateiserver

> Ein kleines Programm auf einem Server in eurem Haus, das KontorStack einzelne Ordner dieses Servers lesbar macht, ohne dass die Dateien zu uns umziehen.

Ein großer Teil der Unterlagen eines Mittelständlers liegt nicht in der Cloud, sondern auf einem Laufwerk im Haus. Sie dorthin zu kopieren, wo die KI ohnehin sucht, ist oft nicht gewollt und manchmal nicht erlaubt. Der Dateiserver dreht die Richtung um: die Dateien bleiben liegen, und KontorStack fragt für eine einzelne Antwort nach genau einem Ordner oder einer Datei.

## Wie du darüber denkst

Denk an einen Pförtner. KontorStack hat keinen Schlüssel zu eurem Gebäude und kann von außen keine Tür öffnen. Das Programm auf eurem Server ist der Pförtner: es meldet sich bei uns und fragt, ob etwas zu tun ist. Es öffnet nur die Räume, die auf seiner Liste stehen, und nur für die Personen, die zu diesem Raum eingetragen sind. Herausgetragen wird eine Abschrift, nie der Raum.

Daraus folgen zwei getrennte Entscheidungen. Die Freigabe sagt, welche Ordner der Server überhaupt herausgeben darf. Die Zuweisung sagt, wer davon etwas sieht. Ohne die zweite sieht niemand etwas, auch keine Administratorin.

## Wann du es nimmst

* Wenn Unterlagen auf einem Laufwerk im Haus liegen und dort bleiben sollen.
* Wenn ein Prozess eine Datei braucht, die es nur auf diesem Server gibt, etwa im Auftrags- oder Zeichnungsordner.
* Wenn nachvollziehbar sein muss, welche Datei wann angefragt wurde und ob sie herausgegeben wurde.

## Wann du es nicht nimmst

* Für Unterlagen, auf die immer wieder dieselben Fragen kommen. Nimm sie ins Wissen auf: dort sind sie durchsuchbar, und eine Antwort bekommt eine Fundstelle.
* Für Dateien in SharePoint oder OneDrive. Dafür ist die Microsoft-365-Integration da, die diese Ordner direkt erreicht.
* Für eine einzelne Datei, die du gerade zur Hand hast. Häng sie an deine Nachricht an, statt einen Server anzubinden.

## Was du vorher brauchst

* Adminrechte. Die Seite und die gesamte Verwaltung dahinter, also Anlegen, Freigeben, Zuweisen und Abschalten, sind Administratorinnen vorbehalten.
* Ein Windows-Server im Netz, der laufen darf und ausgehend ins Internet kommt. Er ruft bei KontorStack an; von außen wird nie in euer Netz hineingewählt.
* Die vollständigen Pfade der Ordner, die freigegeben werden sollen, so wie sie auf dem Server heißen.
* Ein KontorStack-Konto in eurer Firma für jede Person, die etwas sehen soll.

## So gehst du vor

1. Einstellungen öffnen, Reiter „Dateiserver“.
2. Oben rechts „Server verbinden“ wählen, einen Namen vergeben und die Ordner eintragen, einen Pfad je Zeile.
3. „Anlegen und Code erzeugen“ klicken. Der Anmeldecode erscheint genau einmal und ist eine Stunde gültig; im Klartext wird er nirgends gespeichert.
4. Das Programm auf dem Server installieren und den Code eintragen. Steht im selben Abschnitt ein Installationspaket bereit, lädst du es dort herunter, mit der Prüfsumme für eure IT; steht keines bereit, sagt die Seite das, und ihr bekommt das Paket von KontorStack. Die Zeile für die Installation ohne Oberfläche, für die Verteilung per Gruppenrichtlinie, steht in beiden Fällen daneben.
5. Warten, bis die Zeile unter „Verbundene Server“ von „Wartet“ auf „Verbunden“ springt. Danach steht dort, wann der Server zuletzt gesehen wurde.
6. Unter „Freigegebene Ordner“ jedem Ordner die Personen zuweisen, die ihn sehen dürfen. Ein Ordner ohne Zuweisung wird ausdrücklich als für niemanden sichtbar gekennzeichnet.
7. Den Zugriff benutzen: in einem Prozess unter „Werkzeug“ die Gruppe „Dateiserver“ öffnen und „Lokale Ordner und Dateien lesen“ auswählen.

## Beispiel

Ihr gebt den Ordner mit den Auftragsunterlagen frei und weist ihn den drei Personen im Vertrieb zu. Ein Prozess sucht darin zu einer Auftragsnummer die passende Datei, liest sie und schreibt die Eckdaten in eine Zusammenfassung. Die Unterlagen bleiben dabei auf eurem Server; gelesen wird für diese eine Antwort.

## Was es von deinen Daten sieht

KontorStack baut keine Verbindung in euer Netz auf. Das Programm auf eurem Server fragt bei uns nach Aufträgen und schickt die Antwort zurück, deshalb genügt eine ausgehende Verbindung und keine Öffnung von außen. Euer Netz verlässt nur, wonach gefragt wurde: bei einer Auflistung die Namen, Größen und Daten der Einträge, beim Lesen der gelesene Ausschnitt, beim Ansehen einer Datei diese Datei für diese eine Antwort. Es gibt keinen Abgleich und keine Kopie eures Bestands.

Der private Schlüssel des Servers entsteht auf dem Server und bleibt dort; bei uns liegt nur der öffentliche Teil. Vom Anmeldecode speichern wir nur einen Prüfwert, und nach der Anmeldung wird auch der gelöscht. Jede Anfrage steht mit Zeitpunkt, Art, Pfad und Ergebnis unter „Zugriffe“. Wer gefragt hat, wird mitgespeichert, auf der Seite aber nicht angezeigt. Bei einer gelesenen Textdatei gehört der Ausschnitt zu dieser Zeile, die Rohdaten einer angesehenen Datei werden nach der Zustellung daraus entfernt. Abschalten wirkt sofort, die Zugriffs-Historie bleibt.

## Grenzen

* Nur lesen. Auflisten, suchen, Größe und Änderungsdatum ansehen, Inhalt lesen. Es wird nie geschrieben, verschoben oder gelöscht.
* Im Chat lässt sich der Dateiserver nicht von Hand einschalten. Der Weg führt heute über einen Prozess, in dem das Werkzeug ausgewählt ist.
* Ein Skill bringt den Dateiserver nicht mit. Die Skill-Brücke verlangt ein verbundenes Konto, und der Dateiserver hat keines: seine Anmeldung hängt am Gerät. Nimm auch dafür einen Prozess.
* Es zählt ein Server. Legst du mehrere Verbindungen an, benutzt die Plattform die zuletzt angemeldete aktive.
* Freigeben und Zuweisen sind zwei Schritte. Wer keinem Ordner zugewiesen ist, bekommt eine Absage, auch als Administratorin.
* Ein Prozess liest mit der Identität der Person, unter der er läuft: wer ihn startet, sonst der Verantwortliche des Prozesses. Ist diese Person keinem Ordner zugewiesen, bekommt der Lauf dieselbe Absage.
* Gesucht wird nach Dateinamen, Endung, Änderungsdatum und Größe, nicht im Inhalt der Dateien. Jede Suche braucht einen der freigegebenen Ordner als Ausgangspunkt.
* Pfade werden getippt, absolut und so, wie sie auf dem Server heißen. Kein „\~“, keine relativen Angaben, keinen Ordnerbaum zum Anklicken. Eine Freigabe schließt dafür alles darunter ein, beliebig tief.
* Antwortet der Server nicht innerhalb von 15 Sekunden, kommt eine klare Absage. Es wird nicht still auf das Wissen ausgewichen.
* Dateien wandern nicht ins Wissen. Sie werden für eine Antwort gelesen und sind danach nicht durchsuchbar.
* Sehr große Dateien und sehr lange PDF-Dokumente werden nicht am Stück angesehen. Für die gehört die Datei ins Wissen.
* Das Installationspaket kommt nicht in jedem Fall aus der Seite. Ist keines hinterlegt, sagt sie das und verweist auf KontorStack; ist eines da, aber nicht signiert, steht auch das dort, und Windows warnt bei der Installation.

## Was du als Nächstes lesen solltest

* [Wissen](/faehigkeiten/wissen): Der Ort, an dem die Unterlagen deiner Firma liegen, damit KontorStack seine Antworten darauf stützen kann.
* [Integrationen](/faehigkeiten/integrationen): Eine Verbindung zu einem externen System wie Outlook, HubSpot oder Slack, über die KontorStack im Moment der Frage nachschlägt oder in deinem Namen handelt.
* [Prozesse](/faehigkeiten/prozesse): Ein festgelegter Ablauf aus Bausteinen, den die Plattform auf Knopfdruck oder nach Zeitplan abarbeitet und protokolliert.

<Note>Stand dieser Angaben: 2026-09-04.</Note>
