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Ein Sprachmodell kennt eure Firma nicht, bis du es ihm erklärst. Genau das erspart dir der Chat: Er kennt bereits die Ordner und Dokumente, auf die du Zugriff hast, und zeigt bei jeder belegten Aussage, aus welchem Dokument sie stammt. Für alles, was nur einmal gebraucht wird, etwa ein zugesandtes Angebot oder ein Foto vom Whiteboard, kannst du eine Datei direkt an die Frage hängen, ohne sie vorher irgendwo abzulegen.

Wie du darüber denkst

Denk an ein Gespräch mit einer Kollegin, die alles gelesen hat, was in eurem Wissen liegt, aber nur das, was du selbst sehen darfst. Jede ihrer Aussagen, die aus einem Dokument stammt, bekommt eine kleine Ziffer, wie eine Fußnote. Ohne Ziffer ist es ihre eigene Formulierung, keine Aussage aus euren Unterlagen. Was sie durchsucht, kannst du eingrenzen: gar nicht, dann durchsucht sie alles, was du sehen darfst, auf einen Ordner, oder zusätzlich auf eure verbundenen Programme wie Postfach oder Teams. Wie gründlich sie nachdenkt und mit welchem Modell, stellst du über einen eigenen Knopf im Eingabefeld ein.

Wann du es nimmst

  • Wenn du eine Frage zu euren Unterlagen hast und eine belegte Antwort statt einer Vermutung brauchst.
  • Wenn du eine Datei nur für dieses eine Gespräch brauchst, zum Beispiel ein zugesandtes Angebot oder eine Tabelle aus einem Anhang.
  • Wenn eine Routineaufgabe ansteht, die der Chat mit deiner Bestätigung übernehmen kann, etwa ein Mail-Entwurf oder eine Zusammenfassung.

Wann du es nicht nimmst

  • Für ein Dokument, das dauerhaft für Kollegen auffindbar sein soll. Das gehört ins Wissen, nicht als Anhang in den Chat.
  • Für eine Datei, die ein eingerichteter Agent auswerten soll. Hängst du im Gespräch mit einem Agenten etwas an, beantwortet der allgemeine Chat diese eine Frage.
  • Um Modell oder Denktiefe einzustellen. Dafür gibt es den eigenen Knopf im Eingabefeld.

Was du vorher brauchst

  • Ein angemeldetes Konto in eurem Workspace.
  • Für „Unternehmenswissen“ (Suche über die verbundenen Programme, etwa Postfach, Teams, OneDrive, SharePoint) muss mindestens ein Konto verbunden sein: Microsoft, Google, Notion, Slack oder Granola. Ohne verbundenes Konto lässt sich der Eintrag zwar einschalten, er bleibt aber folgenlos.
  • Für „In einem Ordner arbeiten“ muss der Ordner existieren und du musst ihn sehen dürfen.

So gehst du vor

  1. Frage ins Eingabefeld tippen und Enter drücken.
  2. Über „+“ optional eine Datei anhängen oder Wissensdatenbank, Websuche, Frühere Chats und Unternehmenswissen ein- oder ausschalten.
  3. Optional unter dem Eingabefeld „In einem Ordner arbeiten“ wählen, um die Antwort auf einen Ordner zu beschränken.
  4. Bei einer belegten Aussage mit der Maus über ihre Ziffer fahren: eine kleine Karte nennt Titel, Seite und Herkunft. Ein Klick auf die Ziffer öffnet die Quelle im Seitenpanel.
  5. Unter der Antwort stehen die Quellenkarten. Trägt eine Karte den Knopf „Original“, führt er an den Speicherort außerhalb der Plattform; kennt die Plattform keinen, fehlt der Knopf.
  6. Oben rechts im laufenden Chat auf „Teilen“ klicken und im folgenden Fenster „Chat teilen“ einen Link erstellen, wenn ein Kollege mitlesen soll.

Beispiel

Du hängst das PDF eines Lieferantenangebots an und fragst: „Welche Zahlungsfrist nennt das Angebot, und weicht sie von unserem Rahmenvertrag ab?“ Der Chat liest das PDF direkt, nicht nur seinen extrahierten Text, und vergleicht es mit dem Rahmenvertrag aus eurem Wissen. Beide Aussagen bekommen eine eigene Ziffer: die eine mit der Herkunft „Anhang“, die andere mit Titel und Seite des Rahmenvertrags.

Was es von deinen Daten sieht

Der Chat sieht beim Antworten nur, was du selbst sehen darfst, dieselbe Rechteprüfung wie im übrigen Produkt. Ohne gewählten Ordner durchsucht er alles Freigegebene; mit gewähltem Ordner nur dessen Quellen samt Unterordnern. Trägt der Ordner den Vermerk „Strikt“, bleibt derselbe Suchraum, die Antwort wird aber ausdrücklich an ihn gebunden und die Websuche ist für diesen Turn aus. Die Websuche läuft über den Anbieter Linkup und schickt nur deine Suchbegriffe hinaus, keine Dokumentinhalte. Eine angehängte Datei bleibt Teil des Chats, wird aber zusätzlich in deine private, nur dir sichtbare Bibliothek gespiegelt.

Grenzen

  • Pro Nachricht sind höchstens 10 Dateien erlaubt, jede höchstens 10 MB groß. Ab der elften hängt das Eingabefeld nichts mehr an und sagt das in einem kurzen Hinweis; eine zu große Datei lässt erst den Versand mit einer Fehlermeldung scheitern.
  • Angehängte Dateien laufen immer über den allgemeinen Chat. Führst du gerade ein Gespräch mit einem eingerichteten Agenten, gelten dessen Auftrag und Wissensauswahl für diesen einen Turn nicht, und der Chat weist nicht darauf hin.
  • Eine angehängte Datei wird zusätzlich automatisch in deine private Bibliothek gespiegelt, aber nur abgelegt, nicht durchsucht und für Kollegen nicht sichtbar, bis du sie selbst in einen Ordner überführst.
  • Ein zu umfangreiches PDF nimmt der Chat gar nicht erst an: er nennt den Umfang und verweist auf das Wissen. Eine große Tabelle oder ein langer Word-Text werden stattdessen erschlossen statt abgewiesen, weil davon ein Auszug genügt; ein PDF liest der Chat im Original und kann es deshalb nicht kürzen.
  • Die Schalter im Wähler „Quellen“ neben der Pille wirken nur auf der Oberfläche. Welche Programme tatsächlich durchsucht werden, ändern sie nicht; wirksam abschalten lässt sich nur das ganze „Unternehmenswissen“ über das Kreuz an der Pille.
  • Spracheingabe gibt es nur, wenn dein Browser sie unterstützt; ohne Unterstützung erscheint das Mikrofon-Symbol gar nicht.
  • Ein geteilter Chat lässt sich nur von angemeldeten Mitgliedern desselben Workspace öffnen, nie von außerhalb; wer ein zitiertes Dokument sonst nicht sehen darf, sieht es auch über den Link nicht.
  • Einzelne Dokumente kannst du im Quellen-Seitenpanel in den Spotlight stellen. Das gewichtet sie für die nächste Frage, verengt die Suche aber nicht: alles andere, was du sehen darfst, bleibt weiter durchsuchbar. Einen echten Filter auf ausgewählte Dokumente gibt es nicht.

Was du als Nächstes lesen solltest

  • Tempo und Gründlichkeit: Der Knopf im Eingabefeld, mit dem du wählst, welches Modell antwortet und ob es vor der Antwort nachdenkt.
  • Wissen: Der Ort, an dem die Unterlagen deiner Firma liegen, damit KontorStack seine Antworten darauf stützen kann.
Stand dieser Angaben: 2026-09-04.