Die Antwort trägt es selbst. Zwischen deiner Frage und dem Text steht eine aufklappbare Zeile „Quellen abgerufen“ mit der Anzahl davor, bei genau einer Quelle „1 Quelle abgerufen“. Wurde für diese Frage nichts abgerufen, fehlt die Zeile ganz. Im Text trägt jede Aussage, die aus einem eurer Dokumente stammt, eine kleine nummerierte Marke. Das ist die Fundstelle. Sie ist kein Zierrat, sondern der einzige Ort, an dem du eine Aussage nachprüfen kannst, ohne jemanden zu fragen.
Eine Fundstelle entsteht nicht dadurch, dass eine Nummer hingeschrieben wird. Sie entsteht, wenn Inhalt aus einem Dokument in die Antwort übernommen wird. Die Plattform hält dabei fest, welcher Ausschnitt genau verwendet wurde und auf welcher Seite er steht, und setzt die Marke selbst. Deshalb ist sie klickbar: Neben der Antwort geht die Quelle auf, oben der verwendete Auszug unter „Relevanter Auszug“. Bei einer PDF ist darunter die Seite aufgeschlagen, auf der er steht; bei einem Word- oder Textdokument springt die Ansicht an die Stelle im Text. Für eine Datei, die du nur an die Nachricht angehängt hast, bleibt es beim Auszug ohne Vorschau. Eine Fundstelle sagt: Dieser Satz steht so in dieser Quelle. Sie sagt nicht, dass die Quelle aktuell oder inhaltlich richtig ist. Ein hinterlegtes Dokument ist der Stand vom Tag des Hochladens.
Darunter liegt die eigentliche Mechanik: drei Stufen, die nie vermischt werden dürfen. Belegt heißt, die Information steht direkt in einer eurer Quellen; sie wird als Tatsache formuliert und trägt dort eine Fundstelle, wo der Wortlaut aus dem Dokument übernommen wurde. Abgeleitet heißt, sie folgt logisch aus mehreren Quellen, steht dort aber nirgends wörtlich; sie wird mit einer Einordnung formuliert statt als reine Tatsache. Einschätzung heißt, eure Unterlagen reichen für die Frage nicht und es wird allgemeines Fachwissen benutzt; das wird ausdrücklich benannt und bekommt keine Fundstelle. Wie diese drei Stufen sprachlich klingen, darf pro Firma unterschiedlich sein. Dass es sie gibt und dass sie getrennt bleiben, ist für alle gleich und geht jeder firmeneigenen Vorgabe vor. Zwei Zusagen hängen daran: Internes und allgemeines Wissen werden nie ohne sichtbaren Übergang gemischt, und auf eine nicht gestützte Aussage kommt nie eine Fundstelle.
Was bedeutet es also, wenn ein Satz keine Fundstelle trägt? Nicht automatisch „erfunden“. Eine Marke entsteht nur dort, wo Dokumenteninhalt in die Antwort übernommen wird; Zusammenfassungen, Einordnungen und eigene Schlüsse tragen bewusst keine. Ableiten darfst du daraus genau eines: Dieser Satz ist nicht wörtlich in einer eurer Unterlagen nachlesbar. Bei einer Einordnung ist das normal. Bei einer Zahl, einem Namen, einem Datum oder einer Frist ist es der Moment, nachzuhaken.
Und wenn nichts gefunden wird, ist die richtige Antwort keine Antwort. Liegen zu einer internen Frage keine Quellen vor, soll die Plattform genau das sagen und anbieten, die Frage zu schärfen oder gezielt weiterzusuchen, statt Branchenfloskeln als Ersatz zu liefern. Reicht es nur für einen Teil, wird die Antwort geteilt: was belegt ist, was nicht beantwortbar blieb und woran es liegt, etwa ein fehlendes mitgeltendes Dokument, und was der nächste Schritt wäre. Diese Dreiteilung ist Absicht. Eine unvollständige Antwort mit benannter Lücke ist mehr wert als eine glatte ohne.
Zwei Dinge hast du selbst in der Hand. Wie viel überhaupt belegbar ist, hängt daran, was als Quelle hinterlegt wurde. Wie gründlich gesucht wird, hängt am Antwortmodus: Mit Thinking sind mehrere Recherche-Runden erlaubt, ohne Thinking bleibt es bei einer. Und eine Grenze solltest du kennen: Die Prüfung auf Stützung, Relevanz und Vollständigkeit läuft im selben Zug, in dem die Antwort entsteht. Sie ist eine Disziplin, keine zweite Instanz, die dagegen hält. Wo Geld, Frist oder Haftung dranhängt, öffnest du die Fundstelle.
Die Funktionen dahinter
- Wissen: Der Ort, an dem die Unterlagen deiner Firma liegen, damit KontorStack seine Antworten darauf stützen kann.
- Tempo und Gründlichkeit: Der Knopf im Eingabefeld, mit dem du wählst, welches Modell antwortet und ob es vor der Antwort nachdenkt.
Eine Fundstelle kann nur zeigen, was du überhaupt sehen darfst. Wie diese Sichtbarkeit entsteht, steht unter „Wer sieht was?“.
Stand dieser Angaben: 2026-09-04.