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Diese Funktion ist gebaut, aber in der Produktion abgeschaltet. Was hier steht, beschreibt, wie sie arbeitet, sobald sie freigeschaltet ist. Schalter: SCHREIBSTIL_ENABLED.
Ein Entwurf aus dem Chat klingt neutral. Wer ihn versendet, schreibt ihn meist noch einmal um: Anrede, Gruß, Du oder Sie, Länge. Der Schreibstil nimmt diese Arbeit ab. KontorStack liest einmal deine gesendeten Mails, schreibt daraus Regeln in Alltagssprache, prüft sie an acht erfundenen Proben, die du bewertest, und entwirft danach im Chat Texte, die nach dir klingen. Vorher ging das nur über einen selbst gebauten Skill mit eingefügten Mails.

Wie du darüber denkst

Denk an ein Merkblatt, das eine neue Assistenz über dich führt, nicht an eine Blackbox. Es ist nach Gruppen geordnet, etwa „Kunden, Sie“ oder „Kollegen, Du“, mit Regeln, die du liest und änderst, und mit Beispielen, die du selbst freigegeben hast. Der Chat schlägt das Merkblatt nur auf, wenn er einen Text schreibt, den du selbst versendest, und wählt die Gruppe nach Empfänger und Situation. Nichts darin ändert sich, ohne dass du es siehst: ein „Nicht mein Stil“ im Chat wird ein Vorschlag, den du anwendest oder verwirfst. Kein Modell wird dabei trainiert. Solange der Schreibstil an ist, reist das Merkblatt bei jeder Anfrage im Chat mit.

Wann du es nimmst

  • Wenn du im Chat Mails, Antworten oder Nachrichten entwerfen lässt, die du unter deinem Namen versendest.
  • Wenn dir Entwürfe zu förmlich, zu lang oder in der falschen Anrede vorkommen und du das nicht in jede Bitte schreiben willst.
  • Wenn du verschiedene Empfänger verschieden ansprichst, etwa Kunden siezt und Kollegen duzt.

Wann du es nicht nimmst

  • Nicht für Analysen, Zusammenfassungen oder Antworten an dich selbst. Dort schreibt der Chat wie immer. Wie er dir antworten soll, sagst du ihm über das Gedächtnis („Merk dir, dass ich Antworten kurz will“).
  • Nicht für Agenten und Prozesse. Sie schreiben nie in deinem Stil. Ihren Ton schreibst du in die Anweisung des Agenten oder des Prozess-Schritts.
  • Nicht für Entwürfe, die außerhalb des Chats entstehen, etwa Antwortentwürfe im Postfach oder direkt in Outlook. Der Stil wirkt nur im Chat.
  • Nicht, wenn du eine Mail als Datei anhängst und darauf antworten lässt. Dieser Weg schreibt noch ohne Stil. Kopier den Text der Mail stattdessen in deine Nachricht.
  • Nicht als gemeinsamer Ton für ein Team. Das Profil gehört einer Person. Einen gemeinsamen Ton für ein Vorhaben schreibst du in die Anweisungen eines Projekts.

Was du vorher brauchst

  • Dein eigenes Outlook-Konto, unter Integrationen verbunden, mit Leserecht für die gesendeten Elemente. Fehlt es, führt „Verbinden“ in der Akte dorthin.
  • Mindestens 30 brauchbare gesendete Mails. Weiterleitungen, automatische Antworten, Termineinladungen und Mails unter 15 Wörtern zählen nicht. Reichen sie nicht, fügst du eigene Texte ein: ein eigener Text zählt wie 6 Mails.
  • Deine Firma hat die Funktion nicht ausgeschaltet und für sie ein KI-Modell freigegeben (KI-Suite).

So gehst du vor

  1. Unten links auf deinen Namen klicken, dann „Account Einstellungen“. Im Abschnitt „Schreibstil“ steht die Zeile „Meinen Schreibstil berücksichtigen“. „Einrichten“ öffnet die Akte „Schreibstil“.
  2. Die fünf Fragen lesen („Wo?“, „Woraus?“, „Wer sieht es?“, „Was bleibt?“, „Danach?“) und „Schreibstil lernen“ klicken. Der Klick ist die Zustimmung. Die Seite darfst du danach verlassen.
  3. Sind die Proben fertig, jede mit dem Daumen bewerten. Bei „Klingt nicht nach mir“ in einem Satz sagen, was nicht passt.
  4. „Stil schärfen“ schreibt die abgelehnten Proben neu und zeigt unter jeder „Was sich geändert hat“. Passt alles, „Fertig, einschalten“.
  5. Im Chat steht unter einem Entwurf, der in deinem Stil entstand, „In deinem Stil“, „Ohne Stil“ und „Nicht mein Stil“.
  6. Regeln änderst du in der Akte an Ort und Stelle, Vorschläge aus dem Chat wendest du dort an oder verwirfst sie. Ausschalten geht am Schalter, Löschen im Menü der Akte mit „Schreibstil löschen“.

Beispiel

Sabine (erfunden) siezt Kunden und duzt Kollegen. Nach dem Einrichten bittet sie im Chat: „Schreib Frau Aydin, dass die Lieferung am Dienstag kommt.“ Der Entwurf beginnt mit „Guten Tag Frau Aydin,“ und schließt mit „Beste Grüße“, wie sie es bei Stammkunden tut. Fragt sie danach „Fasse den Thread zusammen“, bekommt sie eine gewöhnliche Zusammenfassung ohne Stil.

Was es von deinen Daten sieht

Den Schreibstil sieht nur die Person, der er gehört, auch keine Administratorin. Gelesen werden deine gesendeten Mails, einmal, wenn du „Schreibstil lernen“ oder „Aus neuen Mails lernen“ klickst. Ihr Text geht dabei an das KI-Modell, das deine Firma in der KI-Suite freigegeben hat, und wird nicht gespeichert: kein Mailtext, kein Auszug, kein Betreff, keine Adresse, nur die Zahl der Mails. Gespeichert werden die Regeln, die Proben, die du freigibst (sie sind erfunden, nicht aus deinen Mails), wartende Vorschläge, der Verlauf und die Texte, die du selbst einfügst. Ein Kommentar lebt nur, bis aus ihm eine Regel oder ein Vorschlag geworden ist. „Nicht mein Stil“ legt höchstens einen Vorschlag an. Der Entwurf bleibt wie jede Antwort in deinem Chat und kommt nicht in den Schreibstil. Solange der Schreibstil an ist, reisen deine Regeln und freigegebenen Beispiele mit jeder Anfrage im Chat zum Modell. Die Firma kann die Funktion ausschalten und sieht dabei nur diesen Schalter, nie Inhalte. Der Schreibstil steht nie in der Globalen Suche, nie im Entitäten-Graph und nie im MCP-Zugang.

Grenzen

  • Gelernt wird aus bis zu 200 deiner letzten gesendeten Mails, nur aus deinem eigenen Outlook. Kein Posteingang, kein fremdes Postfach, keine Chats, kein anderes Mailprogramm.
  • Lernen startet höchstens dreimal in 24 Stunden, auch ein gescheiterter oder abgebrochener Start zählt, und erfolgreich gelernt wird höchstens einmal in 24 Stunden. Das gilt auch für „Aus neuen Mails lernen“, und Löschen setzt die Zähler nicht zurück.
  • „Stil schärfen“ geht je Einrichtung höchstens zweimal, dazu höchstens sechs Starts in 24 Stunden, auch gescheiterte. Danach änderst du die Regeln direkt.
  • Entwürfe beim Ausprobieren und „Nicht mein Stil“ gehen zusammen höchstens 40 Mal in 24 Stunden, auch gescheiterte zählen.
  • „Aus neuen Mails lernen“ liest nur Mails seit dem letzten Lernen; unter 10 neuen brauchbaren heißt es „Nichts Neues gefunden.“, sonst kommen höchstens zwei Vorschläge, nie eine stille Änderung.
  • Es warten höchstens fünf offene Vorschläge. Dann wird aus „Nicht mein Stil“ kein neuer, bis du über die wartenden entschieden hast.
  • Ein Kommentar zu einer Probe ist eine Zeile mit höchstens 240 Zeichen.
  • Es gibt bis zu fünf eigene Texte, je 20 bis 4.000 Zeichen.
  • Im Chat reisen höchstens 3.500 Zeichen des Profils mit, darin bis zu fünf Beispielen. Ist das Profil länger, fallen zuerst Beispiele weg, dann die hinteren Regeln.
  • „In deinem Stil“ zeigt die Regeln der benutzten Gruppen, so wie sie heute gelten. Welche Regel im Einzelnen gewirkt hat, meldet das Modell nicht.
  • Ob ein Text versendet wird, entscheidet das Modell aus deiner Bitte, und es kann danebenliegen. Ohne Entwurf in der Kopier-Box gibt es keinen Stil und keine Zeile darunter.
  • Ein Profil hat eine Sprache, die deines Postfachs. Schreibst du in zwei Sprachen, gibt es noch keine zweite Fassung.
  • Der Verlauf hält die letzten 50 Fassungen.
  • Braucht ein Lauf länger als 6 Minuten, bricht er ab.
  • Gelöscht ist endgültig nach 10 Minuten, bis dahin lässt es sich zurückholen. Deine eingefügten Texte bleiben dabei stehen, du entfernst sie im Blatt „Eigene Texte“.
  • Kein Modelltraining. Das Modell lernt nichts dazu, es liest bei jeder Anfrage im Chat dein Profil.

Was du als Nächstes lesen solltest

  • Chat: Das Eingabefeld, in dem du Fragen stellst, Dateien anhängst und Antworten bekommst, die auf euren Unterlagen beruhen und ihre Fundstelle zeigen.
  • Integrationen: Eine Verbindung zu einem externen System wie Outlook, HubSpot oder Slack, über die KontorStack im Moment der Frage nachschlägt oder in deinem Namen handelt.
Stand dieser Angaben: 2026-10-21.